Beiträge von Georg

    Hallo Michael,


    Ich werd's mir merken. Momentan ist das aber wie eine frische Liebe, da denkt man noch nicht an Trennung :love:


    Auch wenn es nur ein Taschenrechner ist, so schwingt im Namen die Erinnerung an bedeutende Hersteller und Computer vergangener Tage mit: Remington Rand, Sperry Corp., Burroughs, UNIVAC bis zurück zum ENIAC - eben der Duft der großen alten Computerwelt.

    Taschenrechner sind jetzt nicht gerade meine Leidenschaft, aber wenn Sperry Remington drauf steht, und dann noch für lau - da konnte ich nicht nein sagen.




    Außerdem haben die den Vorteil, nicht soviel Platz wegzunehmen :tüdeldü:


    Der hier stammt aus ca. 1974 und hat zwei Besonderheiten: zum Einen hat er nur 6 einzelne Ziffernröhren, mit der Pfeiltaste kann man aber bis zu 6 weitere Stellen anzeigen lassen. Zum anderen haben diese Rechner statt der gewohnten "großen" Null eine "kleine", d.h. es werden nur die vier unteren Segmente benutzt.

    Das Terminal hat eine RS232 Schnittstelle (AY-5-1013) . Es können per Drahtbrücke 6 verschiedene Baudraten

    eingestellt werden (75..1200 Baud).

    Das ist eine der UARTs, die Peter letztens gesucht hat - hier allerdings mit -12V auf Pin 2. Die laufen - wie man hier offensichtlich sieht - auch ohne Mikrocontroller oder Prozessor: es gibt nur noch einen CRT-Controller und einen Character Generator. Dann noch ein paar Speicherbausteine und etwas Logik und Zähler und fertig.


    Die UART besitzt keine Register, die programmiert werden müssen - alle Funktionen werden über entsprechende Pins gesteuert (wie schon am Beispiel der Baudrate genannt). Ich schätze, der CRTC arbeitet ähnlich.


    Ist schon cool.

    Hi. Sind die denn 100% Pin- und S/W kompatibel?


    Peter

    Es gibt von diesen UARTs eine ganze Menge kompatibler; der wesentliche Unterschied ist, dass einige an Pin 2 -12V haben wollen, und einige brauchen das nicht, da ist der Pin unbeschaltet.

    Nach meinen Aufzeichnungen sind die beiden genannten von der letzten Sorte.


    Hier meine Liste:

    Code
    1. AY-3-1015 (pin2=NC)
    2. COM8017 (pin2=NC)
    3. COM8502 (pin2=NC)
    4. IM6402 (pin2=NC)
    5. TR1602 (unklar)
    6. AY-5-1013 (pin2=-12V)
    7. AY-5-1015 (pin2=-12V)
    8. COM2017 (pin2=-12V)
    9. COM2502 (pin2=-12V)
    10. TMS6011NC (pin2=-12V)

    Angeregt durch den netten Kugelkopf habe ich hier auch noch was. Größe etwa die einer CD.

    :grübel: Teil einer Drucktrommel? :grübel:

    Eindrucksvoll! Ist das als Ersatz-/Austauschteil bei Dir gelandet, oder hast Du die restlichen ca. 70 Scheiben der Trommel auch noch?

    Komisch, ich sehe das im Original und in Deinem Zitat...


    Hier nochmal:



    "This (character) set allows you to take advantage of the power of the Epson mode commands and still print out the character graphics used by IBM and compatible computers and by much commercial software."

    So, hier der versprochene Nachtrag mit den ersten Erfahrungen:


    Das Aufkleben der Gummiplättchen ging relativ einfach und schnell. Man muss aber sehr sparsam mit dem Kleber umgehen, am Besten mit einem Zahnstocher o.ä. auftragen.

    Ich habe das ganze knapp einen Tag trocknen lassen, dann alles wieder zusammen gebaut und ausprobiert: Läuft tadellos!

    Das Tastengefühl ist nicht nennenswert anders, der benötigte Druck minimal, alles kommt zuverlässig. Nur bei den doppelten Tasten (Return und Leertaste) muss man etwas aufpassen, seltsamerweise reagieren die beim Druck auf den Rand etwas schlechter. Wenn man sie aber halbwegs mittig trifft ist alles prima.


    Mein Fazit: Günstig, einfach in der Handhabung, gut im Ergebnis.

    Bleibt nur die Frage, ob die sich irgendwann mal lösen...

    Zum Thema Codepage 850 zeigt der entsprechende Eintrag in der Wikipedia sehr übersichtlich die Unterschiede zur CP 437 - und es wird sehr offensichtlich, dass wir das in aller Regel nicht benötigen.


    Zum RX-80 habe ich jetzt auch den passenden Absatz gefunden:


    forum.classic-computing.org/index.php?attachment/31157/


    Da ist der explizite Hinweis auf die DOS-Kompatibilität als auch der Verweis auf den passenden DIP-Schalter. Dafür gibt es auch einen Software-Befehl: 0x1B 0x74 0x01


    Dummerweise nennen die das den "grafischen Zeichensatz" - entweder war der Begriff der DOS-Kompatibilität damals noch nicht ausreichend verbreitet, oder die haben es bewusst vermieden.

    (Ich kenne das von meiner Lieblingsfirma: Wang lag jahrelang mit IBM im Clinch und als sich die IBM-PCs und Clones begannen durchzusetzen sah man sich gezwungen, auch den eigenen, "besseren" 8-) PCs eine kompatiblen Modus beizubringen. Dabei vermied man aber tunlichst den Begriff IBM, sondern versteckte es hinter Begriffen wie "Industriestandard". Ich glaube, sowas gab es öfters ...)

    Nach meinem Verständnis ist dieses Codepage-Thema für uns ziemlich irrelevant. Auch wenn die Standard Codepage 437 für die USA gedacht ist enthält sie die deutschen Umlaute, und zwar an den Positionen, wo die meiste zeitgenössische Software sie erwarten. Vorausgesetzt, sie kennen überhaupt den IBM-Zeichensatz.


    Nach meiner Erfahrung und Einschätzung brauchen wir deshalb die Codepage 850 im Normalfall nicht, und damit auch kein Umschalten.


    Zurück zum RX-80: der besitzt einen "grafischen" Zeichensatz - auf den ersten Blick sieht das für mich wie der IBM-Zeichensatz aus (der im oberen Bereich ja die ganzen Grafikzeichen hat) . Ich habe jetzt auf die Schnelle leider nicht gefunden, wie man den aktiviert.

    Nun, die Dämpfungswerte interessieren uns wohl weniger, und der Widerstand ist nicht in absoluten Zahlen angegeben - was aber auch verständlich ist, da er von vielen Faktoren abhängt.

    Deshalb kann ich auch nur Größenordnungen angeben: die alten Gummis mit Bleistift bearbeitet haben ca. 1 bis 1,5 kOhm, die neuen 100-150 Ohm bei vergleichbarer Messanordnung.

    Wieder eine neue Option. Kennt das jemand? Gab's für ca. 3 € bei Amazon.

    Die Gummiplättchen sind etwas dick (ca. 0,3mm); mal sehen, wie sich das Tastengefühl ändert.



    Außer dass man nicht selber stanzen muss wird das aber wohl eine ähnliche Bastelei wie mit dem Alu-Klebeband.

    Die Animation wird aber wohl sich so nur auf modernen PCs verwirklichen lassen.

    http://forum.arduino.cc/index.php?topic=392333.0

    bzw. das Bild dazu alleine: http://www.hungry.com/~jamie/sine.html

    Schöne Animationen :thumbup:


    Auf der Seite taucht zwar der Begriff "spiral" auf, aber es geht um Schraubenlinien bzw. Wendeln. Möglicherweise ist das im Englischen das gleiche, ich habe als Übersetzung "helix" als auch "spiral" gefunden.


    In dem Hut sehe ich bloß keins von beiden..

    So, beim Epson RX-80 habe ich das gleiche Problem wie beim Commodore im Epson-Modus. Kann es sein, daß diese älteren Drucker noch nicht in der Lage waren, Sonderzeichen wie "{}" und Umlaute im gleichen Dokument im "nur Text" Modus auszudrucken?

    Das ist durchaus möglich, denn diese Option kam erst mit MS/PC-DOS. Wenn der Drucker älter ist kann er diese Codierung gar nicht kennen. Wie schon geschrieben: der damalige Standard war "entweder die eckigen/geschweiften Klammern etc. oder die nationalen Sonderzeichen".

    Ob der RX-80 so alt ist weiß ich aber nicht. Ansonsten müsste er einen "DOS-Modus", "IBM-Modus" o.ä. haben.

    Das Problem ist sicher nicht der Drucker. Der gibt ja ein "ä" aus, wenn er im deutschen Mode ein chr(123) bekommt. Nur entspricht auf dem Bildschirm unter MSDos ein chr$(123) besagter Klammer.

    Wegen der Druckereinstellungen kann ich nicht viel helfen, aber in einem Punkt bin ich mir ziemlich sicher: wenn du den Drucker an einem DOS-PC betreiben willst, kannst Du Dir die Einstellung des deutschen Zeichensatzes sparen. Das war für ältere Rechner gedacht, bei denen nur der echte ASCII-Code (d.h. 7-Bit, die ersten 128 Zeichen) standardisiert war. Dort wurden die eckigen und geschweiften Klammern etc. durch die Umlaute ersetzt.

    Das war seinerzeit ein Standard bei CP/M Rechnern und allen anderen aus der Zeit, die überhaupt einen deutschen Zeichensatz anbieten. Ich meine das sogar beim Apple oder seinen Clones schon gesehen zu haben (der Prompt wird dann zu Ü).


    Unter DOS war das nicht mehr nötig, weil IBM sämtliche landesspezifische Sonderzeichen in den Bereich 128 bis 255 gelegt hat. Dazu muss der Drucker natürlich diesen erweiterten IBM-Code können. Deshalb würde ich eher mal in Richtung Proprinter-Einstellungen forschen.


    DOS dazu zu bringen, als ä eine geschweiften Klammer an den Drucker zu senden ginge evtl. über einen speziellen Treiber. Sowas kenne ich aber nicht. Aber nur damit hätte es Sinn, im Drucker einen deutschen Zeichensatz zu aktivieren.

    Bei den Fernbedienungen möchte ich Dir zustimmen, aber die Tastaturen von den PETs haben ja doch schon eine Menge ausgehalten. 35 Jahre dürfte jenseits aller Planungen gewesen sein.


    Im Übrigen danke für den Tipp mit dem Alu-Klebeband. Ist natürlich auch etwas frickelig - da erscheint mir da Bemalen mit Graphitlack o.ä. etwas einfacher zu sein.


    Aber gut, Optionen zu haben :)

    Ich habe eine extrem weichen Bleistift besorgt und damit auf den Gummistempeln rumgemalt. Ich muss zugeben, dass ich meine Zweifel hatte

    ... notfalls gibt es auch noch das Mittelchen hier: Graphitlack Kontakt Chemie GRAPHIT 33 ... eine Empfehlung von ADAC ...

    Dss dürfte das gleiche Zeug sein, das Toshi mir schon angeboten hat (#23)

    Wie versprochen eine kurze Rückmeldung zur Tastatur:


    Ich habe eine extrem weichen Bleistift besorgt und damit auf den Gummistempeln rumgemalt. Ich muss zugeben, dass ich meine Zweifel hatte, denn ich hatte nicht den Eindruck, dass sich da irgendetwas veränderte. Aber tapfer durchgehalten, fleißig schwarz auf schwarz gemalt, endlich alles wieder zusammengeschraubt und ausprobiert - und tatsächlich, die Tasten tun's wieder! Es gibt zwar immer noch einige, wo man beim Drücken quasi dran denken muss, d.h. ganz bewusst drücken, aber es kommt überall ein Zeichen!


    Ich habe immer noch meine Zweifel wegen der Langzeitwirkung, aber ich werde das jetzt etwas genauer im Auge behalten und bei Problemen die andere Varianten testen.

    Georg : Habe nur gute Erfahrungen mit Graphit von Kontakt Chemie gemacht, zuletzt gestern: HP Color Pro A4 Plotter

    Ja, das hatte ich gelesen. Ich kenne auch das Video vom 8-Bit-Guy mit dem sauteuren repair kit, ebenso wie Erfolgsstorys mit aufgeklebt Alu-Folien.

    Deshalb bin ich an echten Erfahrungen interessiert.

    Danke für Dein Angebot. Da ich die Tastatur gerade offen habe werde ich es erst mal mit dem Bleistift versuchen - je nach Erfolg komme ich dann auf Dein Angebot zurück.

    Aktuell nutze ich meine CBMs auch eher wenig, aber damals war mein PET im Dauereinsatz und daher die Gummis wirklich abgenutzt und damals hat sich die Bleistiftlösung gut bewärt.

    Das hat meiner vermutlich auch hinter sich. Jedenfalls sind die Alu-Schildchen auf den Tasten bis zur Unkenntlichkeit abgenutzt - da werden auch die Gummistempel entsprechend beansprucht worden sein.

    Ich werde mal klein anfangen (Bleistift) und bei Bedarf den Einsatz steigern. Ich berichte dann ...

    Erstmal die Tastaturplatine abschrauben und die Goldkontakte mit Isopropanol abwischen.

    Die Kontakgummis reinige ich vorsichtig mit einem Wattestäbchen mit Isopropanol.

    Beides schon gemacht, aber ohne Erfolg.

    Meistens ist es dann schon gut. Wenn nicht, muß man irgendwie die leitende Schicht an den Gummis erneuern.

    Zum Glück bin ich da bisher drumrumgekommen.

    Tja, ich wohl nicht :wacko:

    Das mache ich immer mit einem weichen Bleitift - funtioniert super.

    Andere schwören auf Graphit-Spray.

    Bei der Bleistiftvariante mache ich mir Sorgen wegen der Haltbarkeit. Ich will das ja nicht alle paar Wochen wiederholen.

    Andererseits nutze ich den ja eher selten :grübel:

    Einen Versuch wäre es aber wert... Ich muss mal sehen, was ich an Bleistifte da habe oder bekommen kann.

    :crazy: Läuft wieder!! :danke:



    Erst Spannungen gemessen, waren in Ordnung. Dann habe ich das Character ROM gezogen, woraufhin ich einen komplett hellen Bildschirm hatte (mit schwarz blinkenden Cursor). Wieder reingesteckt, und gar nichts mehr - alles schwarz. Also nochmal raus und wieder rein, und jetzt habe ich ein sauberes Bild.


    Diese Sockel taugen wohl nichts. Ich habe damals (TM), als ich den Rechner übernommen habe, alle BASIC-ROM mit Zwischensockeln versehen müssen, damit die Kiste stabil läuft:


    Das muss ich mit dem Char-ROM wohl auch noch machen.

    Die Pins des ROMs sahen selber ganz gut aus, weshalb ich definitiv den Sockel im Verdacht habe.


    Es ist übrigens ein 901447. Danke auch an Christian für die ausführliche Beschreibung - ich bin trotzdem froh, dass ich zumindest vorerst nicht darauf zurück greifen muss.


    Auch allen anderen herzlichen Dank für die schnelle Hilfe.


    Jetzt muss ich noch die Tastatur wieder flott machen. Graphitlack, Aluschnipsel, Silberlack, Bleistift - wie sind Eure Erfahrungen?

    Char-Rom defekt ist unwahrscheinlich, dann müsste bei gleichen Zeichen - wie dem Leerzeichen - immer der selbe Fehler über den ganzen Schirm auftreten.

    Schau einfach mal, ob bei gleichen Buchstaben die gleichen Pixel falsch sind!

    Nein, das ändert sich ja auch über die Zeit. Anfangs ist die erste Pixelspalte vollständig gesetzt, später dann nur noch vereinzelt.

    Das sieht wie ein (Teil-)defektes Char-Rom aus (Bit 0 und 1).

    Kommt beim C64er auch schon mal vor.


    Gruß, Gerd

    Blöde Frage: Wo finde ich das? Die sieben vorne in der Reihe sind doch nur das BASIC-ROM, oder? Hinten rechts müsste das dann sein?


    Und vermutlich nichts, was man mit Eproms aus der 27er Reihe ersetzen könnte?

    Jetzt wo Du es sagst fällt mir auch auf, dass das Video RAM eher unschuldig ist, weil dort ja keine Pixelinformationen gespeichert werden, sondern Zeichencodes.


    Zur Erläuterung: In der ersten Spalte jedes Zeichens, wo (anscheinend) normalerweise kein Pixel gesetzt ist, erscheinen mehrere Pixel - anfangs in jeder Pixelzeile, später dann nur noch vereinzelt und nur noch, wenn an der Zeichenstelle etwas angezeigt wird.

    Heute muss ich mich auch mal an die CBM-Fachleute wenden.

    Ich habe nach längerer Zeit mal wieder meinen PET eingeschaltet und war zunächst hocherfreut, weil nichts knallte oder stank 8-)

    Aber dann erschien auf dem Bildschirm ein hässliches Streifenmuster:



    Immerhin sieht die Startmeldung selber sehr beruhigend aus. Ich schätze, da stimmt was nicht im Video-RAM?


    Ob der Rest vernünftig läuft kann ich nicht sagen, weil die Tastatur ebenfalls (schon länger bekannt) spinnt. Die muss ich auch noch auffrischen.


    Lustigerweise bessert sich das Bild nach ein paar Minuten:


    Und nach einer Weile sind nur noch die Stellen des Bildschirms betroffen, die Text enthalten:



    Hat einer eine Idee, was das sein kann? Ich habe ein 320137 Board drin, mit fest eingelöteten RAMs TMM314.


    Danke und Gruß

    Georg