Beiträge von Raffzahn

    Danke fuer den Tipp...ist ja echt superguenstig :-P


    Das schlaegt natuerlich den Bucketregler :)


    Alternativ gibts von Rolm auch noch Regler die auch bei leichter Unterspannung noch 5V liefern. Nicht ganz so effektiv, aber immer noch gut. Obendrein im gleichen Gehaeuse wie ein 78xx, dann stimmt auch die klassische Optik.


    Hauptsache man verbaut keinen 78xx mehr.


    H.


    Achso, ich sollte noch erwähnen, auf meinem Rechner steht nicht B610 auf den Typenschild wie üblich,
    sonder B500.


    Das waren (im Prinzip) die fuer den US-Markt vorgesehenen Rechner.


    Grundsatzlich gabs 3 'Serien' die in D als
    CBM 5xx ->LP Gehaeuse mit Vic2 und 1 MHz CPU
    CBM 6xx ->LP Gehaeuse mit 6845 Adressgenerator (Nur fuer Text genutzt) und 2 MHz CPU
    CBM 7xx ->Wie 600 mit HP Gehaeuse


    xx ist dabei der Speicherausbau:
    05 -> 64K
    10 -> 128k
    20 -> 256k
    30 -> 256K mit 8088 (gab angeblich auch eine Z80 - hab aber weder eine noch je gesehen)


    Die 64K Version ist wohl das seltenste die wenigen die ich kenn haben spaeter meist eine Aufruestung bekommen
    In D gabs dann noch einen 720-D mit eingebautem Doppellaufwerk (wie beim 8296D)


    In Amiland war dann das Nummernschema (sammt verwirrenden Umbenennungen)
    P500 -> 510
    B500 -> 610
    B128 -> 610
    B256 -> 620
    B128-80 -> 710 (Manchmal auch B128-80HP)
    B256-80 -> 720 (Manchmal auch B256-80HP)


    So ungefaer.


    Bei den ROMs musst Du uebrigens aufpassen, da es sowohl 128K als auch 256K ROMs gibt, die fix von selbigen Speichergroessen ausgehen.


    H.

    Also MOV ist einfach flasch, denn es ist ja kein MOVe, da die Daten nicht verschoben sondern (durch LD) ja strenggenommen nur kopiert werden. Ein MOV müsste stranggenommen das Quell-Resiter löschen.


    Aber auch nur solange man noch in der klassisch physikalischen Ansicht verharrt und glaubt, dass Dinge die man bewegt vom vorherigen Ort auch verschwinden. In der digitalen Welt gibts das ja nicht. Da wird nichts bewegt, sondern immer eine (hoffentlich singleiche) Kopie erstellt. Viele der unsinnigkeiten aktueller Rechtsinterpretationen beruhen ja auf dieser falschen interpretation - Wo eben das Laden eines Programms in den Speicher zu einem Kopiervorgang und damit einem Uhrheberrechtlich relevanten Duplikat gemacht wird (Ketzerische Frage, beim ansehen eines Bildes macht man ja auch eine Kopie, oder?).


    Ein COPY wäre von der Benennung her viel mehr logisch gewesen. Aber LD für LOAD / LADEN trifft die Sache auch ganz gut, jedenfalls ist es kein Move!


    Wenn man klassisch physikalisch denkt, dann ist auch Laden falsch. Wenn man eine Kiste auf einen Wagen laed, dann wird sie dadurch auch nicht verdoppelt/kopiert, sondern bewegt. Im Rechner wirds aber verdoppelt ...


    Das Problem mit dem LoaD in der Z80 ist, dass er in Beide Richtungen verwendet wird, Also sowohl zum Laden als auch zum Entladen. Damits von der Richtung her stimmt, muesste es Load und Store heissen: Reinladen in die CPU zur (temporaeren) Verarbeitung und rausspeichern in den Speicher zum (laengerfristigen) Speichern. Nur MOVe wie bei Intel hat mir auch nie wirklich gefallen. Es taucht zwar als abstraktion, schoen waer eigentlich alles 3 zusammen: Load/Store wenns in die Register ein und raus geht, sowie Move wenn ein Speicher/Speicher-Transfer passiert.


    Ach ja, und dann war da nicht nur die Ilusion der linearen Zeit, sondern auch die Ilusion der Existenz von Materie - alles nur leerer Raum.


    SIhe's mal aus der Sicht des Speichers! :)


    Schon klar, dann muessten aber all die transfers die vom Speicher in die CPU gehen Stores sein .... Nur als Move machts in beiden Richtungen Sinn. Davon ab, wenn ich ne CPU programmier dann seh ichs normalerweise aus CPU sicht. Aber egal, die Jungs habens so genannt, dann heists halt so.


    H.

    Sorry, da war ich unklar. Die Benennung der Register von A-H + L stammt ja noch aus 8080-Zeiten, und da haben z.B. DE und BC keine solche Funktionen, wie sie sie im Z80 haben (zumindest sehe ich dort keine Block-Kopier-, Block-Such- und Block-IO-Befehle; djnz fehlt da ebenfalls). Also liegt für mich die Vermutung nahe, dass sie ganz zu Beginn einfach durchs Alphabet gegangen sind, und bestimmte Buchstaben ausgelassen haben. I und J sind halt leicht einer mit dem anderen und beide mit 1 verwechselbar, speziell bei schlechten Ausdrucken; nur bei G fällt mir kein Grund ein.


    Richtig, das mit B/C/D/E ist einfach druchnummeriert. Die Namen stammen dabei schon von der 8008. Blos das mit dem Auslassen stimmt nicht. In der Systematik der 8008 gab es mit M ein einziges (14 Bit) Register, das eine Speicheradresse bereitstellen konnte. Un dieses mit den 8 Bit Mitteln bearbeitbar zu machen gab es dann eben das (6-Bit) H(igh) und dsa 8 Bit L(ow) Register. Die Systematik des Assembers war da auch durchgaengig. Der speicher wurde mit M addressiert. Warum sollte man da HL schreiben? Ist doch nur unsinnige Platzverschwendung. Die 8080 fuerhrte dann ein paar Befehle ein mit denen auch BC/DE (sehr begrenzt) Addressieren konnten (LDAX/STAX), was aber immer noch nicht rechtfertigen wuerde das im Assembler zu aendern, da weiterhin nur M allgemein verwendbar war (und eine Aenderung die Sourcekompatibilitaet mit der 8008 gebrochen haette). Nichtmal mit der Z80 wurden die 3 Paare gleich verwendbar, aber da mit IX/IY es eine Reihe neuer 16 Bit Befehle gab, bei denen BC/DE zumindest als Quelle verwendbar waren, war die neue Notation sinnvoll, wenn auch nicht wirklich noetig, da man bei den 16 Bit Befehlen, wie schon bei der 8080 einfach nur das hoeherwertige Register angeben haette koennen- und IX/IY einfach nur X/Y nennen. waer auch nicht schlecht gewesen. M.E. war es eh Mist, dass LoaD anstelle von MOVe verwendet wurde ... ein Load der in den Speicher schreibt ist schon komisch. fuer mich ist das ein Store...


    (Ach ja, W/Z gab es schon bei der 8080)

    PS: Es scheint für mich ein Kniefall vor dem Z80-Team gewesen zu sein, als Intel dann dem 8086 auch Register gegeben hat, deren Bezeichnungen sich aus dem ersten Buchstaben erschließen lassen (AX - Akkumulator, BX - Basis-Register, CX - Count-Register, DX - Daten-Register).


    Noe, nicht wirklich. Es ist wiederum einfach durchnummeriert A,B,C und D jeweils mit X fuer 16 Bit, H fuer oberes Byte und L fuer unteres Byte. Und wenn man dann eines als Counter raussuchen muss, dann ist halt C naheliegend. SI, DI, BP, das sind spezielle Namen.


    Gruss H.

    Hmm, das war jetzt der einzige Link den ich gefunden habe. Also wohl am besten auf google plus schauen ob man irgendwie meinen strem abonieren kann. Das Teil ist auf jeden Fall ein echter gartenfund. Lag in einem Haufen geruempel im Garten eines geeks hier in Rostov am Don :)

    Sieht für mich brutal nach Spam aus...


    Na ja, dafuer hat er sich aber kraeftig Arbeit gemacht - glatt 2 kleine aber passende Postings, und dann der grosse Text der fast schon sinn macht. Seltsam ist es aber trotzdem. Wobei mir der SEO Gedanke auch gekommen ist - qualitativ hochwertiges Umfeld um den eigenen Link vorwaerts zu bringen ... sammt der Hoffnung, dass der auch noch in moeglichst vielen Zitaten auftaucht.


    Irgendwie seltsam.


    H.

    Denke die Wärmeentwicklung kommt auch hauptsächlich aus dem Trafo. Man müsste mal bei ein paar, bei abgeklemmter Reglerplatine, die Stromaufnahme im Leerlauf messen, ob es da Unterschiede gibt.


    Genau. die Wicklungen sind ja nicht entfernt, was heisst, dass eine Uebertragung stattfindet (frag mich jetzt nicht mehr wie das an der Stelle ohne geschlossenen Stromkreis genau heist, es ist 30+ Jahre her dass ich das mit den Trafos durchgekaut habe :) - war was mit Elektrischem Feld -> Magnetischem Feld -> Elektrischem Feld oder so). Der Magnetische Fluss ueber den Kern (die offene Spule macht zwar auch was, aber das merkt man kaum) fuehrt zu einer Erwaermung. Hier spielt auch die Qualitaet des Eisens und der Verarbeitung eine Rolle - und wir wissen ja, dass Commodore Komponenten nur anhand der Preisliste gekauft hat.


    Eigentlich wuerde es schon reichen den grossen Trafo, der ja nicht mehr gebraucht wird, durch sowas hier zu ersetzen. Wenn man eh schon an den 23V rumfummelt, dann kann man das auch gleich machen. Soweit ich weis ist die 9V Spannung ja ungeregelt. Genau genommen wuerde das den Fusswaermer auch auf heutige Norm bringen, da wir ja inzwischen Flaechendeckend 230V haben. Wenn mans mit Heisskleber (oder was auch immer) am Gehause festklebt sollte das auch stabil sein. Anschliessend muss die Waermeentwicklung gegen Null gehen (und der Stromverbrauch minimal sein).


    Einziger Nachteil ist, dass man den Klotz nicht mehr als Briefbeschwerrer bis Windstaerke 10 hernehmen kann.


    Aber das hier mach ich nicht mehr auf! ;)


    hihi. Ja, Versteh ich.


    H.

    Da kann man bei eBay wahrscheinlich lange warten, bis man einen IIe für 30 Euro bekommt. :D


    Auch schon passiert ... bzw. wesentlich besser ausgestattete Geraete fuer 50 Euro abgefischt.


    Aber zum Glueck muss man ja da nicht kaufen. Das bleibt denen mit zuviel Geld oder zuwenig Ahnung ueberlassen.


    :)


    H.

    Mit dem Newton 2100 hast Du Dir ja mit Kennerblick eine Rosine herausgepickt.


    Na, ich hab auch lange auf dem Newt entwickelt - nur irgendwie kauft man keinen 2100er wenn man schon einen 2000er auf 240 MHz und 8 MB aufgeruestet hat, das waer ein Rueckschritt :) Und fuer Kompatibilitaetstests hab ich ihn nie gebraucht.

    Ach ja: Panoramafotos sind schwierig, es ist ja seit einem Umzug alles in Kartons verpackt...


    Oh ja, das kenn ich ... mein Zeug ist derzeit auch in ... aeh .. Umzugskisten verpackt .)

    Mensch, warum immer so weit im Norden?


    Koennte man dich doch ueberreden den 2100er in ein Packchen zu packen?


    Ansonsten bin ich wohl erst wieder so in 4 Wochen in der Gegend (Halle, aber von da aus ist es nicht mehr ganz so weit, oder?)


    H.


    P.S.: Sowas wie ein paar Panoramafotos sollte doch gehen? Oder?

    Huebsches Teil. Ja, sowas war lange Zeit das, was heute die Laptops (oder langsamm beginnend die Tablets) sind. Man geht zum Kunden Raus und macht dann von da aus per Telephon die Rentenberechnung und Anlagevorschlaege und so. Macht maechtig Eindruck und vieleicht den einen oder anderen Abschluss mehr.


    H.

    Naja, Scart kenne ich natürlich gut. (Ich bin ja sogar noch ein prä-Scart-Videokid. :D) ... Ich meinte: Gab es noch mehr/andere Computer als die oben genannten, die eine Scart-Buchse besaßen?


    Eher nicht. Es war ne typisch europaeische Sache. Das geniale an SCART war ja eigentlich, dass keine neuen Formate erfunden wurden, sondern das die Video und Soundsignale auf einem standardisierten Stecker gelegt wurden.



    Also langsamm zweifel ich an meiner Erinnerung und muss ins Lager Falcon ausgraben. So wie ich mich erinnere hatte der eine DB15(?) Buchse mit allen signalen, und es gab dann halt ein Kabel von da nach Monitor oder SCART (RGB).


    H.

    Wo wir schon gerade bei "Scart" sind: Bei MSX und beim G4000 gibt es eine Scart-Buchse im Rechner. War das verbreiteter?


    Klar. Findest Du heute noch bei (besseren) Fernsehern. Die Scart-Buchste ist so zimlich die einzige Erfindung aus Frankreich die mir so einfaellt, die wirklich einen Fortschritt gebracht hat. Wobei er sich auch nur deswegen durchgesetzt hat, weils ein Gesetz gab, dass Geraete nach Frankreich nur importiert werden durften wenn sie einen SCART Stecker haben. Irgendwie ein gutes Argument dafuer dass man Standards auch mal vorschreibt. SCART steht dabei fuer Syndikat (irgendwas) (irgendwas) Radio Television, das war/ist die dortige Herstellervereinigung (gibts ueberhaupt noch Fernsehhersteller in F?). Gerade Mitte der 80er war SCART fuer Homecomputer ein Segen, da praktisch alle groesseren Fernseher SCART-Buchsen hatten, und man so billig (nur Kabel) zu einem RGB-Monitor gekommen ist. Ich erinner mich noch als ich meinen ST mit Dungeonmaster das erste mal am 70cm Fernseher haengen hatte ... Booh die totale Virtuelle Realitat mit hochfein animierten Monstern :))


    Nachtrag: Die Wiki hats recht gut beschrieben: http://de.wikipedia.org/wiki/Scart



    Ja, da bin ich ganz sicher. Der Falcon steht gerade vor mir :)


    Mit Modulator (nicht nur FBAS/Compisite) ? Interessant.


    Ist mir neu, aber ich lass mich gerne ueberzeugen. Ich muss mal meinen rauskramen und aufschrauben.


    H.

    Insofern ist der Rechner hier im Forum natürlich etwas falsch, weil er nicht klassisch/retro ist und auch nur grob in Anlehnung an solche Tischrechner realisiert ist.

    Also fuer mein Gefuehl ist der Retro genug.

    Machen, weil man es machen kann.

    Welche bessere Motivation gibt es denn :)

    Wer sich für die anderen Projekte aus diesem Umfeld ("Mixed-Signal-Baugruppen") interessiert (etwa die Nixi-Uhr "Onzilla", den selbst gebauten Geiger-Zähler oder dsa Vollrähren-Mischpult), der findet alle hier dokumentiert:
    http://www.emsp.tu-berlin.de/m…/mixed-signal-baugruppen/


    Ja, die hab ich auch schon bewundert. Wirklich nett gemacht. Was ich nicht gefunden habe sind Detailunterlagen zum Space Age.


    Und ja, es ist klar, dass das Projekt heutiges Denken vermitteln soll, nur halt _begreifbar_ von unten her, und nicht das Ausbrechen aus den etablierten Strukturen foerdern.


    Wenn ich z.B. heure einen paralellen Rechner (also Bitparalell :)) entwerfen sollte wuerde ich wohl bei einem 10 Bit Wort landen Da passt so schoen eine 3-Stellige Dezimalzahl in ein Wort. Sprich man kann (fast) Optimal mit Binaerarithmetik arbeiten und trotzdem Dezimal Rechnen. Gleichzeitig kann man mittels Software die Genauigkeit um jeweils 3 Dezimalstellen erweitern.


    Na ja ... Zeit muesste man haben - oder Prof sein mit hilfswilligen Studenten :)


    H.


    Also wenn ich das richtig sehe, hat der Falcon 030 einen Modulator eingebaut. Das war ja schon ein wenig später, als der STFM


    Hmm, bist Du Dir da sicher? Ich kann mich da nicht an einen Eingebauten/Mitgelieferten Modulator erinnern. Ich hab jetzt aber keinen Falcon zu Hand. Wie gesagt, es geht hier drum ob der Rechner HF (also ein auf Fernsefrequenz in Band I oder III moduliertes Farbbildsignal) bereitstellt, nicht ob er einen FBAS/Composit ausgang hat, oder per SCART am Fernseher anschliessbar war.


    Letztendlich ist auch das Erscheinungsdatum nicht weiter wichtig. Beide wurden meines Wissens etwa gleichzeitig eingestellt - der Falcon glaube ich sogar vor dem STFM ... aber Dank der Pleite von Atari nicht wirklich viel. Oder?


    H.

    Nörgelnörgel! :motz:


    Nuh. nuh, nuh...


    Das war kein Noergeln, sondern ein Hinweis darauf, dass da was unter Preis verkauft wird. Aus heutoiger sicht nimmt man fuer sowas halt einen Prozessor, in der Zeit, wo man solche Tischrechner aus Transistoren baute waere das aber VIEL zu teuer. Selbst der wohl erste frei programmierbare Tischrechner/Computer, die Olivetti Programma 101, hatte gerade mal 430 Transistoren - und kostete 3000 Dollar (heute waeren das wohl 20k+). Selbst wenn wir annehmen, dass die Transistoren nur fuer ein dritel der Kosten zustaendig waren (war aber mehr), dann waere ein 3000+ Transistor Rechner mehr als doppelt so teuer. Das Geraet ist mit dem Heutigen Blick auf die Sache gebaut, und ware damals ein ... hmm, da fehlt der Begriff ... wohl sowas wie ein Super-Mini-Computer. Die Ur-PDP-8 hatte 1965 gerademal 1400 Transistoren und kostete rund 20K USD, eine 8s weniger als 1000.


    Kein Genoergel, das Teil ist nur fuer die Zeit fuer die es stehen soll ein wahres Monster, und beileibe kein einfacher Tischrechner.


    H.

    Hallo,
    so wenige Klicks für solch ein tolles Projekt ... jetzt muss ich aber mal etwas offensiver Werbung machen! Also: Vor 3 Wochen hat mein TU-Kollege Henry Westphal einen in einem seiner Seminare hergestellten Tischrechner vorgestellt. Das Besondere daran: Das Gerät arbeitet vollständig diskret aufgebaut ohne einen einzigen IC mit tausenden Transistoren und Dioden als Prozessor, RAM und ROM. Als Ausgabe werden Nixi-Röhren benutzt.


    Oooh, huebsch. Wobei, das ist ja kein Tischrechner von damals, die kamen mit weniger als 500 Transistoren aus, das ist ein kompletter Computer (Selbst die gabs mit weniger). Nett!



    H.

    Es handelt sich um dieses Laufwerk. Im Text steht: "Uses standard 720K 3.5" floppy disks". Solche Disketten habe ich natürlich haufenweise. Oder was meinst du mit "Ich hab nur meine Zweifel, dass der Kopf mit den heutigen Disketten klar kommt"?


    Na ja, Das Laufwerk hat 40 Spuren, einseitig mit 100k Nettokapazitaet. Wenn mich einer fragt klingt das extrem nach SD. Mag sein, dass es auch die _damaligen_ (40-Spur) DD Disketten genommen hat. Aber bei heute (noch) erhaeltlichen HD hab ich so meine Zweifel. Sowohl um eine hoehere Trackanzahl (mehr TPI) als auch eine hoehere Dichte zu erreichen erhoeht man die noetige Feldstaerke (Eigentlich den Wiederstand dazu) der Magnetschicht (und macht gleichzeitig den Kopfspalt kleiner). Oder anders gesagt, ein Laufwerk, dass fuer SD/DD Disketten gebau ist, hat nicht die noetige Feldstaerke um eine HD Diskette wirklich zu beeindrucken - im wahrsten Sinne des Wortes. Es kann sogar so ausschauen, als wenn das Schreiben gelingt - sprich die Dikette laesst sich hinterher lesen - das ist aber nicht dauerhaft. Zu jedem magnetischen Material gibt es eine Feldstaerke die benoetigt wird um es dauerhaft zu (ent)magnetisieren. Bei allem darunter faellt das Material wieder in den Ursprungszustand zurueck. Wenns nur knapp drunter ist kann das auch einige Minuten dauern.


    Das nachste ist wenn Du so eine Systemdiskette auf einem heutigen Laufwerk (oder auch nur auf dem eines Amiga oder Atari) schreiben willst. Die Koepfe haben da einen wenigstens 4x kleineren Kopfspalt, was heist dass zum einen die Bits kuerzer und die Tracks schmaler sind, zum anderen die absolute Magnetisierung schwaecher ist. Ob damit genug Magnetisierung da ist, als dass der Kopf im Tandy Laufwerk was sehen kann, ist schwer zu sagen. eher nicht.


    Aber einfach mal ausprobieren - und immer schoen Verify machen.


    Vielleich wirst Du hier fündig:
    Daves Old Computers - Disk/Software Image Archive
    Das passende ImageDisk ist dort auch zu kriegen.


    Das einzige was ich sehe ist das vom Model 100 DVI - das ist das 'Disk-Video-Interface' mit 5,25ern und direkt am Systembus. Das Format der 5,25er ist normal (Einseitig, 40 Spuren, 18 Sektoren/Spur), das kriegt man mit 40-Spur-Laufwerken und MFM-Kontrolletti ohne Probleme hin.

    Kuck mal hier: http://www.club100.org/ das war mal so ne typisch amerikanische Mischung zwischen Haendler und Verein. Der Chef war da sehr ruehrig und hat viel an Info zusammengetragen. Man muss nur zwischen der Prosa suchen :) Wenn der Versand noch existiert, dann haben die sogar ein DOS-ROM, was das Laden des Filemanagers einspart und sofort verfuegbar ist.


    H.


    Nachtrag:


    Das hier http://sliderule.mraiow.com/wi…io_Shack_TRS-80_Model_100 ist auch ganz nett. Da ist sogar ein scan des Servicemanuals des M100 - und beim Disk-Drive ist der 3-Zeiler mit drauf.

    Ist aber auch fraglich, ob da das richtige dabei ist. Immerhin haben die TRS-80 ja nen Z80 und der TRS 80/100 einen 80C85.


    Nee, eher nicht.


    Ich geh mal davon aus, Du meinst das Modell 100/102 - Richtig?


    Der hat nichts, aber auch garnix mit den Z80 Rechnern (Model I,II,12,16 ,III oder 4) zu tun. Das Design des Model 100 stammt von Kyocera und bildet das Innenleben des Midel 100/102 (erweitert auch 200), Nec 8201, Olivetti M10 und ein paar nur in Japan erhaeltlichen Rechnern. Weiters war das Floppylaufwerk des M100 ein 5 1/4ler, in einer riesen Blechschachtel, zusammen mit dem Videointerface. Da gingen dann 180K drauf. Das DOS war im ROM der Erweiterung.


    Das 3,5er Laufwerk was Du warscheinlich hat kam erst so 2 Jahre spaeter und wird ueber Seriell angeschlossen. Drauf gingen dann 100K bei 2 Sektoren pro Track und 40 Tracks, einseitig. Was eine Sektorlaenge von 1,25K :prof: ergibt. Das Laufwerk funktioniert so aehnlich wie ein 1541 ... an ja, aber das auch nur insofern, als das man Kommandos ueber seriell raussendet und dann was zuruckliest. In ROM gab es auch ein Filemanager, ein Basicprogramm, das dann das Schieben von Dateien zwischen dem internen Filesystem und der Disk erlaubte (anders als beim 5,25, so richtiger Zugriff bestand) und auch das Formatieren von Disketten erlaubte.


    Es war so ein Basic 2-Zeiler, der den Filemanager geladen hat. Das ging ungefaer so:
    - Open Seriell
    - Raussenden 'Lesekommando' fuer Filemanager
    - LOAD von Seiell (das Basic der Kyocerakisten konnte LOAD und SAVE auch auf Seriall, oder LOAD vom Strichcodeleser und so)
    - RUN machen.


    Such mal obs irgendwo einen Scan vom Manual gibt oder so. Ich hab nur meine Zweifel, dass der Kopf mit den heutigen Disketten klar kommt.


    Wie gesagt, das Ding ist so inkompatibel wie es nur geht.


    H.


    Nachtrag: Vergesst was ich ueber DOS im ROM gesagt habe. bei der 5,25er ist nur sowas wie eine Bios-Erweiterung drinnen. Bei der 3,5er ist zwar das DOS (welches sehr klein ist) im ROM, der FIlemanager ist aber auf einer Diskette und muss von da geladen werden. Ich hab gerade mal am Tandy rumprobiert :( Mein Gedaechnis laesst langsamm nach ...