Beiträge von rfka01

    Kurzer Zwischenbericht: die beiden Nanos sind sehr unterschiedlich (Marcus, welche Geräteausführung hast Du, meiner ist ein 2515).


    Bei mir klappt die hintere Gehäuseseite komplett nach oben und beinhaltet das Netzteil, bei Marcus bleibt das Netzteil im Unterteil stehen, von oben her wird nur eine Platte abgenommen.


    Die Kartenkäfige sind von der Länge her nicht untereinander austauschbar, außerdem gibt es eine kurze Steckverbindung, die bei Marcus auf die Hilfs-Backplane des Kartenkäfigs geht, bei mir auf die Haupt-Backplane im Gehäuseboden. Mein Kartensatz in Marcus' Rechner piept auch, Marcus' Kartensatz in meinem Rechner piept nicht, bootet aber auch nicht.


    Reset-Signal? Möglich, aber für mich nicht nachverfolgbar ... ich schnitze mir jetzt erst einmal Laufwerksschienen, damit ich das Ding sicherer transportieren kann.


    Gruß

    Robert

    Hallo Felix, was jetzt noch fehlt ist die Systemstarteinstellung, also ob die Standard-Konfigurationsfiles autoexec.bat und config.sys vom ROM oder die angepassten von der Festplatte ausgewertet werden.


    Du kannst in diese Richtung auch "zu Fuß" testen, ob die virtuellen Laufwerke angelegt werden, indem Du z.B. "dir e:" eingibst. Dann müsstest Du das gleiche sehen, wie wenn Du "dir c:\block\set" eingibst. Lass Dir auch mal den Pfad nach Systemstart mit "path" anzeigen.

    Wenn du die Laufwerke e: - s: nicht anzeigen kannst, wird wahrscheinlich die angepasste autoexec.bat nicht gestartet.


    Die Auswertungen mit "errorlevel" scheinen Menüs mit Zahlen abzufragen, die in den Dateien wie "dienst.bld" abgelegt sind.


    Das ist hier ganz gut erklärt.


    Du kannst die einzelnen Einträge auch von Hand testen: Nimm Dir einen Unterabschnitt, z.B. für ein Spiel:


    Code
    1. :keen
    2. cls
    3. cd\spiele\keen
    4. keen1
    5. cd\
    6. goto spiele

    und schaue, ob das funktioniert (den letzten Befehl weglassen).


    kpanic war schneller: Die Pfadangabe für Wordstar fehlt. Entweder liegt eine Kopie von Wordstar in jedem Dokumenteverzeichnis, oder es ist "blank" im Hauptverzeichnis oder im DOS-Verzeichnis abgelegt.


    Die Untermenüs für Wordstar wechseln nur in das Dokumentenverzeichnis und rufen Wordstar auf, so dass dieser beim Start die gerade relevanten Dokumente ohne Verzeichniswechsel anzeigt.


    Gib von C:\ aus mal "dir ws.* /s" ein.


    Robert

    Zitat

    Meiner funktioniert fehlerfrei... Also dann erblasst mal.... hehehe!

    Ich habe jetzt lange überlegt, ob und wie ich auf diesen Post antworte und hoffe einfach, der freundliche Mensch mit Quaderno war nur nervös beim Formulieren, weil es sein erster Post hier war.


    Schön, dass Deine Kiste funktioniert. Stell doch mal ein paar Bilder ein und erzähl, welche Software Du darauf laufen hast und du dafür empfehlen kannst. Oder ein paar wilde Stories mit Quaderno, Telefonzelle und Datenklo.


    Robert

    Hallo Herr Wiertalla,

    das Problem mit meinem Nano ist viel grundlegender als eine falsch abgespeicherte oder zurückgeschriebene Diskette, es ist ein Hardware-Problem: Der Rechner piepst vom Einschalten weg, sogar, wenn man ihm den Kartenkäfig nimmt.


    Robert

    So ... leider spielt mein Nano nicht mit. Mit dem Einschalten fängt er an zu piepsen, und er bootet leider auch nicht. Das Laufwerk A: läuft an.

    Das Piepsen bleibt auch, wenn ich ihm die Karten nehme ... k.A. was da los sein könnte.


    Robert

    Interessant wird's nochmal heute abend ... ich probiere mal, meinen Nano auch zum Leben zu erwecken. marno's ist im Prinzip ein tragbarer ITT3030 ... meiner hat einen anderen Kartensatz - u.a. mit einem R6545 anstelle des sonst bei SKS gängigen 9027/5027/5037 CRT-Bausteins.


    Ich muss mich jetzt mal intensiv mit dem Thema 3d-Druck befassen, da ja der DHL-Transport alle Laufwerksschienen zerstört hat. :cursing:

    Ein freundlicher Herr aus Schweden hat mir Diskettenimages von einem Nano 2500 geschickt und auf seiner Seite verlinkt - ich bin immer noch baff, dass nicht alles von diesen hübschen Rechnern im Orkus verschwunden ist.


    http://softsector.aplaholm.se/computers/


    Ole hat auf seiner Seite auch noch ein paar Utilities für andere Rechner, ein Besuch lohnt sich also.


    Robert

    Dateien

    Hier mal was interessantes zum Thema Systemdateien:


    https://de.wikipedia.org/wiki/IO.SYS


    Zitat

    Während des Bootvorgangs wird der Bootsektor vom Bootdatenträger in den Speicher eingelesen und ausgeführt. Der DOS-Bootsektor lädt die ersten drei Sektoren der Datei IO.SYS / IBMBIO.COM. Zu diesem Zeitpunkt ist der Treiber für das FAT-Dateisystem noch nicht geladen, wodurch diese Datei erstens ganz am Anfang des Datenbereichs des Datenträgers, zweitens unfragmentiert und drittens die erste Datei im Hauptverzeichnis sein muss. Ab DOS 4.0 darf die Datei bis auf die ersten drei Sektoren fragmentiert sein. Mit DOS 5.0 darf die Datei auf einem beliebigen Ort des Datenträgers gespeichert sein, wobei hier auch die ersten drei Sektoren zusammenhängend (nicht fragmentiert) sein müssen;[2] die entsprechenden Angaben werden im Bootsektor hinterlegt.


    http://thestarman.pcministry.com/asm/mbr/DOS50FDB.htm


    MSDOS.SYS muss also die zweite Datei auf der Diskette sein.


    Das gleiche gilt entsprechend für die COMPAQ/IBM-Äquivalente IBMDOS.COM und IBMBIO.COM.


    Wer also nicht die von mir im vorletzten Beitrag verlinkten funktionierenden Images nehmen will, muss a) einen Compaq-Bootsektor nehmen und b) die Systemdateien einzeln in der angegeben Reihenfolge auf die Diskette kopieren und dann c) mit attrib auf hidden und system setzen.


    Gruß

    Robert

    Hallo Felix,

    schön, dass Du das Projekt weiter verfolgst.

    Die Dateien auf Laufwerk D: sind die grundlegenden Systemdateien, die im ROM vorhanden sind.


    Nachdem Du jetzt im Menü eine 30MB-Festplatte siehst, ist sie richtig erkannt. Die zitierten Werte kannst Du in diesem BIOS so nicht einstellen.Du hast ja offenbar auch Zugriff auf die Festplatte und kannst den Inhalt anzeigen lassen und Wordstar starten. Das ist schon mal gut.



    Sichere auf alle Fälle mal die geschäftlichen Dateien Deines Vaters, dann sind die schon mal im Trockenen.

    Gib bitte Bescheid, wenn Du Hilfe mit dem DOS an sich brauchst.


    Kannst Du bitte die start.bat, config.sys und autoexec.bat kopieren und hier einstellen? Zur Not gibst du "type start.bat" usw. im Rechner ein und machst ein Foto.


    Es scheint, dass jetzt einige Pfade noch nicht gesetzt sind, der PS1 kann beim Start mit dem internen DOS die config.sys und autoexec.bat entweder vom ROM-Laufwerk oder von der Festplatte lesen, vgl. mein Post vom 15.11. Mach bitte dazu ein Foto vom Einstellungsmenü mit dem Systemstart, das ist "customiz.exe" bzw. die entsprechende Auswahl aus dem Menü der von Dir erstellen Startdiskette.

    Viele Schneiders waren mit sogenannten "Drivecards" oder "Filecards" ausgerüstet, einem Gestell, auf dem ein 8bit-Festplattencontroller und eine Festplatte festgeschraubt waren. Die könntest Du einfach aus dem 1640 entnehmen und dem 1512 einverleiben.


    Diese Version hat den Vorteil, dass Du sowohl zwei Diskettenlaufwerke als auch die Festplatte im Rechner haben kannst.

    Falls Du einen separaten Controller als Steckkarte und eine Festplatte eingebaut hast, kannst Du die natürlich auch übernehmen, musst aber je nach Ausführung Deines PC1640 ein Diskettenlaufwerk entfernen, um Platz für die Festplatte zu machen.


    Gruß

    Robert

    Hallo Martin,


    schön von Dir zu hören!


    Ganz wichtig wäre momentan ein Handbuch, falls Du die Möglichkeit zum Scannen hast.


    Für die Disketten kommt es auf das Format an - ich weiß nicht mal, wie der BOSS seine Daten speichert. Wenn Du weißt, ob der BOSS 35 bzw. 40 oder 77 bzw. 80 Datenspuren pro Diskettenseite nutzt, kannst Du die Schritte 1 und 2 überspringen.


    http://www.old-computers.com/museum/computer.asp?c=95


    Hier sind Diskettenkapazitäten angegeben, die ich vorsichtig so interpretiere: Boss A: einseitig, Boss B zweiseitig, Boss C und D zweiseitig, mehr Spuren als Boss A und B


    Ich würde so vorgehen:

    0. Achte darauf, dass Deine Originale schreibgeschützt sind.


    1. Formatiere eine Diskette auf dem Gerät, zu dem die Disketten gehören (wir wollen die alten Schätzchen ja nicht zu sehr durch Auslesen stressen, daher nehmen wir eine neue DD-Diskette).


    2. Auf einem PC mit einem HD-Diskettenlaufwerk (1.2MB) und DOS-Betriebssystem lässt Du die Diskette durch ANADISK analysieren.

    http://www.pcxt-micro.com/download.html


    3. Das Ergebnis der Analyse zeigt Dir, ob eine oder zwei Diskettenseiten genutzt werden, wieviele Spuren genutzt werden, und wie viele Sektoren in welcher Größe pro Spur benutzt werden. Das beeinflusst jetzt die Wahl der Waffen: Mit einem 1.2MB-Laufwerk kannst Du grundsätzlich (fast) alles auslesen, aber die Treffergenauigkeit bei Disketten mit 35 bzw. 40 Spuren pro Seite ist geringer, weil der Schreib-/Lesekopf einen schmaleren Magnetisierspalt hat. Falls Du ein 360K / 40 Spuren-Laufwerk hast, z.B. in einem XT ist das dann besser.

    Also: Hat die BOSS-Diskette 77 oder 80 Spuren, brauchst Du ein HD (oder QD) Laufwerk, hat sie 35 oder 40 Spuren, brauchst Du ein DD-Laufwerk (aber es kann grundsätzlich auch im HD-Laufwerk funktionieren).


    4. Ich lese gerne mit zwei Utilities ein, die beide ihre Stärken und Schwächen haben:

    Bei Teledisk http://www.classiccmp.org/dunfield/img54306/teledisk.htm brauchst Du dich um nichts weiter kümmern, als das Laufwerk einzustellen und ggf. das Auslesen auf eine Seite zu beschränken, falls der BOSS nur einseitige Disketten beschreiben sollte. Teledisk liest bis zum physikalischen Ende der Diskette (also z.B. 42 oder 82 Spuren) und nimmt so auch manche Kopierschutzeinrichtungen mit. Die überzähligen Spuren überfordern aber manchmal Emulatoren oder Utilities zum Umgang mit Diskettenimages.

    IMD braucht ein paar Voreinstellungen, funktioniert aber auch sehr gut. Beim Einlesen von 35/40-Spur-Disketten solltest Du z.B. "Double Step" auf "on" stellen, wieder angeben ob es einseitige oder zweiseitige Disketten sind und die maximale Anzahl der Spuren definieren. Bei IMD kannst Du v.a. sehr schön die Anzahl der Wiederholungen angeben, die bei widerspenstigen Disketten verwendet werden, um möglichst alle Daten zu bekommen. Für "kreative" Diskettenformate, die z.B. an den Sektornummern drehen oder zwischendrin das Aufzeichnungsformat ändern, sollest Du "Full Analysis" auf "Yes" setzen.


    Bei beiden Utilities können Kommentare eingegeben werden. Bitte schreibe vom Label die genaue Bezeichnung ab oder gib Hinweise, zu welcher Maschine die Diskette gehört.


    Wenn es der Zustand der Disketten hergibt, kannst Du zur Sicherheit jede Diskette mit beiden Utilities einlesen.


    Gruß

    Robert

    Danke allen für Ihre Hinweise - ich möchte eine große Lötaktion vermeiden, weil ich wirklich nur den einen 1702A vor Ort in Augsburg auslesen möchte. Wenn mikemcbike seinen Arduino-Quellcode und den Schaltplan für sein Steckboard veröffentlicht, käme ich damit wohl gut hin.

    Ansonsten käme ich dann auf dlchnr zu.


    Gruß

    Robert

    Hallo dlchnr, das "modifiziert" habe ich so gemeint: Persönliche Kopien, die z.T. eigene Dateien beinhalten oder bei denen Dateien von den Originaldisketten fehlen bzw. bei denen ich nicht sicher sein kann, dass das Image von einer Originaldiskette gezogen wurde.


    Das Image in meinem ersten Post kam von einer originalen TA-Diskette mit offener Schreibschutzkerbe (TA: Schreibgeschützt).


    Zum Thema Kopierschutz kann ich nichts sagen.

    Hallo miteinander,

    Ich durfte heute an einer Alphatronic P1 (!!!) die ROMs auslesen - beim Tastaturtreiber hat mich dann fast der Schlag getroffen, da nicht wie bei MOS und Zeichengenerator die eh schon grausamen TMS2716, sondern ein noch gruseligerer MF-1702AR verbaut ist.

    Da ich hoffe, so einem nie mehr zu begegnen:


    Hat jemand hier ein Programmiergerät oder einen Adapter, mit dem ich den ROM-Inhalt zielsicher auslesen kann, und würde mir das gegen Portoübernahme und ggf. eine Leihgebühr für ein paar Tage zuschicken?


    Ich möchte das ganze gerne vor Ort beim Besitzer der schönen P1 machen, daher muss der Berg zum Propheten.


    Gruß

    Robert

    Sodale ...

    besorge Dir Laplink III, z.B. von dem Diskettenimage im vorletzen Post oder von hier http://www.minuszerodegrees.ne…fer/laplink3/laplink3.htm und kopiere es auf die Festplatte vom 486er. Starte Laplink.


    Das sieht so ähnlich aus, links siehst Du die Dateien aus dem Verzeichnis, aus dem Du LL3 gestartet hast.


    Dann drücke M für "More" und O für "Options"



    Ändere Transfer Mode auf serial, stelle Port 1 oder 2 ein, je nachdem wo Dein Kabel steckt. Fürs erste setze ich die Geschwindigkeit auf 19200 Baud und Turbo Copy Mode auf aus. Dann S für "Save" und Q für "Quit".



    Jetzt siehst Du unten rechts die geänderten Einstellungen und kannst F10 drücken, um F10 auf den XT zu übertragen:



    Hier musst Du angeben, welcher Port auf dem XT benutzt werden soll (1, du hast nur einen) und dann was Du auf dem XT am DOS-Prompt eingeben musst. Dann drückst Du eine Taste und Laplink kopiert sich auf den XT.


    Nach dem Abschluss der Übertragung müsste sich LL3 selber auf dem XT starten und Du siehst auf dem AT im rechten Fenster die Dateien des XT. Wenn die Übertragung von Dateien klappt, kannst Du die Geschwindigkeit hochsetzen oder jetzt auch ein paralleles Kabel für noch höhere Übertragungsgeschwindigkeiten nutzen.