Beiträge von Microprofessor

    Hallo,


    Rainer ( horniger ) Siebert und ich werden auf dem Münchner VCFe am Sonntag Vormittag zusammen einen Vortrag halten. Darin geht es um die Gründung einer verbandsartigen Initiative zur Computer Preservation. Da vielleicht einige von euch auf dem Festival sind und viele mit dem Erhalt klassischer Computer zu tun haben, würde ich mich freuen, wenn ihr zum Vortrag kommt und die Ideen mit uns diskutiert. Hier die Ausschreibung im Wortlaut:

    Zitat

    Vernetzung und Kooperation von Computersammlern, -Historikern und -Restaurateuren - Eine Einladung


    Referenten: Dr. Stefan Höltgen, Rainer Siebert


    Retrocomputing hat sich in den vergangenen Jahren von einem ehemals durch Nostalgie motivierten Hobby zu einer regelrechten Massenbewegung entwickelt. Historische Computer, ihre Software und die Kulturen darum stehen im Zentrum von musealen Dauerausstellungen, wissenschaftlichen Projekten und haben eine Ökonomie um sich herum entwickelt, bei der historische Objekte nicht nur hoch(preislich) gehandelt werden, sondern auch ein Markt mit Neuentwicklungen, Ersatzteilen und Literatur entstanden ist. Die Vernetzung der privaten Sammler über das Internet, welche Publikationsmöglichkeiten, wie in Wikis, Foren, Blogs und auf Facebook mit sich bringen, und nicht zuletzt die Coventions und Ausstellungen haben dazu beigetragen, dass ein kontinuierlicher Austausch zwischen Sammlern, Restauratoren und Entwicklern stattfindet. Damit ist ein Pool an Informationen und Know-how entstanden, der für die Bewahrung historischer Computer und allem, was damit zusammenhängt, besser ermöglicht, als es die partikularen Bemühungen einzelner Personen und Institutionen es bislang vermochten. Es ist an der Zeit, diese Entwicklung zu systematisieren, weshalb wir ein Projekt vorstellen möchten, das die Vernetzung der Retrocomputing-Enthusiasten europaweit auf eine breite Basis stellen will. Eine Infrastruktur für die Sammlung von Informationen und Wissen, eine Kommunikationsplattform für Hobbyisten und Profis und eine Möglichkeit für die Finanzierung und Ko-Finanzierung von kleinen und großen Projekten zur Hardware- und Software-Erhaltung soll damit geschaffen werden. Und einiges mehr ist möglich ... Wir stellen im Vortrag die Ideen hierzu vor und laden interessierte ein, sich an der weiteren Ausgestaltung und Gründung dieser Plattform zu beteiligen.


    Bis dahin & bis bald!

    Stefan / µP

    Microprofessor hatte sich vorletztes Wochenende mit Hans getroffen und berichtete:

    Zitat

    Ja, Hans hat Probleme mit seinem ISP. Den hat er gewechselt, der vorherige rückt aber die Domain nicht raus. Wahrscheinlich werden wir die Seite vorerst unter vcfb.de hosten, bis das wieder ok ist.


    Das VCFe findet aber auf jeden Fall am letzten Aprilwochenende statt (28.-30.4.).

    Vielleicht mag Raffzahn hier dazu ja selbst mal etwas schreiben, damit es autorisierte Informationen dazu gibt.

    Nächstes Stammtisch-Treffen ist am 12.1. ab 17 Uhr.


    Ich bitte euch hier keine weiteren Planungen für diesen Stammtisch durchzuführen, weil ich nur noch sehr(!) sporadisch im Forum und auch kein Vereinsmitglied mehr bin. (Deshalb ist es auch kein Vereinsstammtisch mehr.)


    Ich habe einen Mail-Verteiler eingerichtet, über den wir die Stammtisch-Treffen koordinieren können. Bitte nehmt deshalb per Mail mit mir Kontakt auf.


    Ich habe den Moderator gebeten diesen Thread zu schließen. (Das bedeutet natürlich nicht, dass sich Berliner Vereinsmitglieder nicht auch anderweitig verabreden und treffen können. Ich möchte nur verhindern, dass an zwei unterschiedlichen Stellen für "unseren" Stammtisch geplant wird und dann vielleicht jemand vor verschlossenen Signallabor-Türen steht.)


    Stefan

    Ja, Vielfalt ist sehr gut. Aber Vorab-Zensur, wo ziemlich deutlich gesagt wurde, dass Amiga und C64 nicht erwünscht sind, geht gar nicht! Und man kann nicht behaupten, dass das nicht stimmen würde, man konnte das Ergebnis ja sehen! Vielfalt war bisher nie ein Problem auf einer CC, ganz ohne Planwirtschaft und Zensur.


    Hier ist für alle zum Nachlesen die "Vorab-Zensur"-E-Mail, die ich am 3.4.17 an Volker/Dr. Zarkov bezüglich seiner Ausstellungsanmeldung geschrieben habe:



    Weil relativ viele Leute dennoch mit Amiga kommen wollten, hatten wir recht schnell entschieden, diese Bitt-E-Mails nicht mehr zu schreiben, sondern Amiga-Aussteller entweder mit im Game-Room zu platzieren (wenn sie in ihren Ausstellungen Spiele vorgestellt haben) oder in einen eigens eingerichteten Clubbereich "a1k". Daran hatte Volker wohl aber kein Interesse, denn er hat in seiner einzigen weiteren Mail an mich seine Ausstellung zurückgezogen.


    Ihr könnt euch über die Aussagen von Volker nun selbst eure Gedanken machen. Er ist hier ja hier im Forum hinlänglich für seine rhetorische Friedfertigkeit und seinen konstruktiven Diskussionsstil bekannt.


    Das ist das letzte, was ich zu diesem Thema hier im Forum schreibe. Eigentlich wollte ich vollständig schweigen. Ich lasse mich aber ungern öffentlich verleumnden und als Zensor bezeichnen.


    Stefan

    Der unermüdliche Tim Locke hat sich die Mühe gemacht von einer handvoll 8-Bit-Systemen mal die Memory-Maps (in 256 Byte Pages) aufzulisten. Das Ergebnis findet sich in der angehängten Datei.


    Gerade für Leute, die Software zwischen unterschiedlichen Systemen portieren, ist das eine sehr nützliche Hilfe.


    grandioses Buch ... ein bisschen inspiriert von Ted Nelsons "ComputerLip/Dream Machines":


    https://en.wikipedia.org/wiki/Computer_Lib/Dream_Machines

    Warum nur einen Teil der Programme? Ganz einfach, etwa die Hälfte der Spiele hat eine REM Zeile mit einem Copyright Eintrag. Auch wenn ich nicht denke, dass die Autoren von damals Einwände hätten, rein rechtlich darf ich das nicht ohne Einwilligung der Autoren. Die meisten Programme sind von J. Spengler (ich denke das J. steht für Joachim) und A. Hansmann. Eine Kontaktaufnahme dürfte sich schwierig gestalten, eine Suche lieferte entweder zu viele oder keine Ergebnisse. Vielleicht kennt ja jemand einen der Autoren oder sie lesen hier mit. Bei den Spielen handelt es sich um eine Brick Out-Variante, Biester, eine Slot-Maschine, Eisbaer, Mystery, Penalty-Shot und mehr.


    Um unserem Auftrag (dem "Erhalt") gerecht zu werden, müssten wir mal eine grundsätzliche Lösung für diese Probleme finden. Ein Anfang wäre mal ein internes Archiv, wo auch urheberrechtsgeschützte Software aufbewahrt werden kann.


    Als Format würde sich etwas anbieten, dass nicht prorpietär ist. Ich habe ganz gute Erfahrungen mit gezipten WAV-Files gemacht. Selbst, wenn sich die Programme nicht laden lassen, hat man die Audiodaten der Saves und kann sie (vielleicht später mit etwas forensischem Geschick) so reparieren/manipulieren, dass sie wieder ladbar sind. Ein Vorteil ist außerdem, dass man dafür kaum etwas anderes als einen Kassettenrecorder und eine Audio-Aufnahmesoftware braucht (die in den meisten OS ja integriert ist).