Beiträge von Toast_r

    Dem Diskettenlaufwerk würde ich, wenn es auch unter Wasser war, so ohne weiteres nicht mehr trauen. Ob die S/L-Köpfe und die Lager das überlebt haben ?
    Mit einer intakten Diskette lasst sich das ja zum Glück leicht ausprobieren.
    Auf jeden Fall aber zuerst mal die Köpfe ausgiebig reinigen. Meine Empfehlung dafür wäre ein Wattestäbchen mit Isopropanol.


    Was die gewässerten Disketten angeht::
    Da zu befürchten ist, daß man pro Diskette genau einen Versuch hat, nach dem die Diskette unwiderbringlich unbrauchbar sein wird, muß man sich gut überlegen, wie man vorgehen möchte.
    Es ist zu befürchten, daß die Magnetschicht sich bei einem Leseversuch ablöst.
    Daher würde ich erstmal die Disketten danach sortieren, ob sie wichtige Daten enthalten.
    Dann erstmal eine mit unwichtigen Daten zum Testen hernehmen, und folgendermaßen vorgehen:
    - Disketenhülle vorsichtig öffnen, Magnetscheibe herausnehmen. Das Vlies in der Hülle wird nach dem Kontakt mit verdrecktem Wasser und dem anschließenden Trocknen vermutlich so hart und rauh sein, daß die Magnetschicht, wenn die Diskette sich in der Hülle dreht, regelrecht abgeschmirgelt wird.
    - Magnetscheibe vorsichtig von Schmutz befreien. Wenn die Diskette untergetaucht war, würde ich einiges an Dreck befürchten. Unerprobter (!) Vorschlag zur Reinigung: Mit destilliertem Wasser und sehr weichem Tuch (Mikrofaser) abwischen, mit zweitem, trockenem Mikrofasertuch abtrocknen.
    -Trockene Magnetscheibe in gut erhaltene Diskettenhülle einsetzen
    -Diskette Spurweise kopieren, damit der S/L Kopf nicht kreuz und quer über die Disk fährt. Lesen direkt unter DOS wäre sicher keine gute Idee, da bei Leseproblemen der Kopf mehrfach über die ganze Diskette fährt. Also am besten ein Programm nehmen, das beide Diskettenseiten in einem Rutsch einliest. Vorteilhaft wäre eins, das Images erzeugt, die man hinterher als virtuelles Laufwerk mounten kann, das vereinfacht die weitere Verarbeitung.
    - Möglichst erst nach erfolgreichen Tests an die Disketten mit dem wichtigen Daten gehen.
    - Nach jeder Diskette S/L-Köpfe gründlich reinigen
    Für diese Aktion wünsche ich Glück, Geduld und eine ruhige Hand.


    Viele Grüße
    Christian

    Moin,
    momentan günstig zu bekommen bei Pollin: EPROMs 2716 für 0,25 € das Stück. Bestell-Nr. 110105.
    Sind gebraucht, gemischte Hersteller: SGS, NEC, AMD, Intel, Toshiba, Fujitsu, Mitsubishi. TI 2516 hatte ich auch dazwischen.
    Wurden übrigens auf Antistatik-Steckschaum geliefert, und nicht, wie früher bei Pollin üblich, als Schüttgut.

    Achduschreck ... Ich habe hier auchnoch einen SE rumstehen, den ich noch nicht geöffnet habe.
    Als ich den vor ein paar Monaten zum letzten mal eingechaltet habe, hat er sporadisch schonmal nicht mehr gebootet.
    Sollte ich wohl mal schleunigst nachsehen...

    ...Stromkabel eingesteckt lassen und immer eine Hand am Gehäuse, dann kann nichts passieren...


    Von dieser Methode würde ich dringend abraten, da kann so einiges schiefegehen:
    - Alte Geräte haben schonmal unzureichend gegen Berührung geschützte spannungsführende Teile im Inneren. Ein Stromschlag wäre möglich. Mit der zweiten Hand am geerdeten Gehäuse fließt der Strom von Hand zu Hand, da liegt das Herz mitten im Strompfad. Möchte man nicht ausprobiren würde ich sagen.
    - Es gibt auch Rechner, bei denen das Netzteil keinen Schalter hat, es wird nur die vom Netzteil erzeugte Spannung geschaltet. Bekanntester Vertreter dieser Gattung ist der C64. Da liegt dann bei der Methode noch (Betriebs)Spannung am Board. Sicher nicht die besten Vorraussetzungen, um daran zu arbeiten.


    Auf die Schnelle habe ich mal einen offenbar ganz brauchbaren Artkel zu dem Thema gegoogelt.


    Gruß
    Christian

    Da hast Du ja gerade noch rechtzeitig nachgesehen - Nix wie raus mit dem Ding, und die im anderen Thread berschriebenen Reinigungsmaßnahmen ausfühern würde ich sagen.

    Mit großer Tastatur, also ein 3008 / 3016 / 3032.
    2001 steht bei all diesen Geräten auf dem Typenschild, was interessant ist, kommt dahinter.
    Für so ein Gerät ist der geforderte Preis... Naja, vorsichtig ausgedrückt, unrealistisch.

    Danke für die Tips.
    Das sieht so aus, als sollte ich tatsächlich etwas großflächiger Bauteile entfernen und neutralisieren/reinigen.
    Hoffentlich lohnt sich der Aufwand. Wenn ich die Boards nicht wieder zum laufen kriege wärs natürlich schade.
    Leider finde ich nirgends im Netz Schematics zu den Commodore PC 10/20-III, das macht die Fehlersuche auch nicht angenehmer :(


    @ Jogi : Ja, 8 Jahre sind ein guter Testzeitraum. Hoffentlich ist der neu draufgelötete Akku nicht auch wieder hinüber.


    Gruß
    Christian

    Hallo Leute,
    ich habe hier ein paar Comodore PC 10/20-III, natürlich alle mit ausgelaufenem Akku.
    Die Akkus habe ich ausgelötet und die Platinen an den betroffenen Stellen instandgesetzt: Oxidschicht je nach Stärke mit Glasfaserstift oder Messer abgekratzt, mit Kontakt LR gerinigt, weggefressene Leiterbahnen wieder verbunden.
    Leider funktionieren erstmal nur 2 von 5 Mainboards, ich denke aber nicht unbedingt, daß die Ursachen dafür im Akkubereich liegen.
    So wie ich das sehe, sind das auch keine Multilayer Boards, oder weiß jemand zu den Commodore PC III was anderes ?


    Soweit, so gut, aber da ich mich mit dem Thema bisher nicht befasst habe, wollte ich mal fragen, was Ihr denn macht, um in so einem Fall zu verhindern, daß der Zerfall da munter weitergeht.
    Irgendwelche speziellen Reinigungsmittel oder sonstige Tricks ?


    Gruß
    Christian

    Ich habe hier 2 ISA Grafikkarten, zu denen mir leider weitere Informationen fehlen.
    Über Hinweise zur Aufklärung bzgl. technische Daten, Jumper / Dip-Switch Einstellungen usw. würde ich mich sehr freuen. :)


    Erster Kandidat: Quadram EGAVGA


    Zweiter Kandidat: Oak OTIVGA


    Gruß
    Christian