X-Terminal Tektronix XP23 Inbetriebnahme

  • Hat sich anscheinend erledigt.

    Das Terminal macht gerade keinen Mucks mehr. Hatte ein erfolgreiches Ping, zum testen BNC Stecker abgezogen, Ping nochmal gestartet, etwas gewartet, BNC reingesteckt, @ auf dem Bildschirm, seither tote Hose.

    Energiedurchsatzanzeige meint 1,5 W. Das hoert sich zuwenig an.


    Jetzt werd ich das Ding mal selber aufschrauben muessen.

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    (aus: IBM BIOS Source Listing)

  • Mea culpa!


    Wie bereits gesagt: Ich habe dafür noch die SW, hatte aber nach dem Umzug noch keine Zeit danach zu suchen. Der extrem trockene Sommer hat mich abends zuviel Zeit gekostet (Garten wässern...). Dazunoch der Job und die Familie... Ich hatte ja noch nicht mal Zeit für das Jahrestreffen :(


    Wäre schade, wenn das Gerät auf dem E-Kompost landet, dann hätte ich und Toast-r uns auch die Mühe mit Reinigen und Transport sparen können...


    Ich muss eh gleich mal ins Arbeitszimmer, dann schaue ich nochmal.


    -- Klaus

  • Ich habe das Gerät ja gerade vor dem E-Kompost "bewahrt".


    Dann schau doch mal in Ruhe nach der Software. Ich habe gerade keine gute Idee wo ich weiter machen soll.

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    (aus: IBM BIOS Source Listing)

  • Nach Durchsicht von ~170 Tapes hab ich jetzt hoffentlich. Zumindestens hab' ich es mit 'tekxp' beschriftet... Ich hoffe das ist es, ansonsten war irgendwo hier noch ein dritter Karton mit QIC-Tapes...


    Jetzt gilt es nur noch, wieder ein QIC-Tape an irgendeinen Rechner zu stoepseln, um den Inhalt zu überprüfen. Mein damaliger Bandkonvertierungsrechner ist derzeit noch in Einzelteile zerlegt, da ich mir nach dem Umzug einen anderen zusammenschrauben wollte... Aber da ich eh einen HP SCSI-Scanner an meinen Server anschliessen wollte, waere das IMHO ein guter Zeitpunkt, mal nach einer SCSI-Schnittstelle dafuer zu kramen...

    -- Klaus

  • Ein glorreicher Kampf und doch erstmal mit Unentschieden in die Halbzeitpause:


    Tapes laufen jetzt an meinem Linux-Server, aber das Band lädt nicht - genauere Inspektion ergab, dass der Treibriemen im Cartridge gerrissen ist. Sieht so aus, als wenn hier die nächste Retro-Falle lauert...


    Das Datenband selbst sieht noch gut aus - ich muss jetzt also erstmal von eineem anderen Cartridge den Treibriemen transplantieren... *seufz*


    -- Klaus

  • So,


    anbei der Inhalt des Installationstapes. Siehe Datei README!


    Auf dem Tape sind mehrere Tar-Archive hintereinander, d.h. man muss die Parts einzeln nacheinander auf ein no-rewind device spielen (d.h. ein Device, das nicht nach einem Datentransfer zurückspult. Unter Linux wäre das heutzutage z.B. /dev/nst0 - je nach OS sind die Device-Namen unterschiedlich.


    Die Installation beginnt dann mit dem Extrahieren des ersten Archives und Ausführen des Installationsskriptes. Das liest dann die restlichen Archive und schreibt sie je nach Antworten beim Installieren ins System.


    Anbei noch ein Mini-Howto von damals. Kann hilfreich sein, weil der Autor sein XP23 auch von mir hatte ;-)


    Ich hab' hier noch Tektronix-Manuals zu den X-Terminals. funkenzupfer : Laut Ortsangabe wohnst Du ja im Braunkohlebagger - gibbet da auch Postzustellung? :/ Ansonsten wollt' ich eh' mal Toast_r besuchen wegen CBM-Disketten mit dem DOS fuer 8096er. Edit: Oder vielleicht in Krefeld oder Bruehl... hmm


    -- Klaus

  • Moin Klaus,


    schon mal vielen Dank. Werd ich die Tage mal durchschauen.


    Ich hab das MiniHowto (warum Mini?) mal durchgeschaut, da ist noch 'ne Menge zu tun.


    Bei meiner Ortsangabe steht ja "in der naehe von". Zum Glueck wohn ich nicht in dem Loch. Und als ich die Ortsangabe gemacht habe, war Hambacher Forst auch nicht so aktuell.

    Wenn du beim toast_r bist, darfst du auch gerne bei mir in Nettetal vorbei kommen.

    Oder wir treffen uns in Krefeld. Bruehl passt leider terminlich nicht.


    Bis die Tage

    Florian

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    (aus: IBM BIOS Source Listing)

  • Ich hab mir gerade mal kurz das XPS03 angeschaut. :grübel:


    Kommst du nach Krefeld? Dann wuerde ich meinen urspruenglichen Plan mit dem MFA hinten anstellen und das Terminal mitbringen.

    Das koennte die Sache glaube ich deutlich vereinfachen.

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    (aus: IBM BIOS Source Listing)

  • Vielleicht um das Ganze ein wenig zu entzerren:


    Es gibt zwei Konfigurationsbereiche

    1. Konfiguration, damit das X-Terminal an seine OS-Dateien kommt
    2. Konfiguration, wie man sich vom X-Terminal mit dem Host verbindet.

    erstmal ist (1) zu erledigen, damit das X-Terminal anstaendig bootet.


    Dazu braucht es bootp oder dhcp zur Initialen Netzwerkkonfiguration und damit wird ihm dann auch mitgeteilt, wie sein initialer Bootfile heisst. Ich hab' das zulett mit dhcp abgefackelt, auf älteren Systemen nimmt man dazu bootp.


    Ich hab' im meiner dhcpd.conf noch Einträge für die X-Terminals, die kannst Du ggf. adaptieren:

    Code
    1. host ktf4 {
    2.     hardware ethernet 08:00:11:01:79:DF;
    3.     fixed-address ktf4.int.ktfnet.de;
    4.     option host-name "ktf4.int.ktfnet.de";
    5.     option bootfile-name "XP20/os";
    6.     filename "XP20/os";
    7. }


    wobei die Bootdatei dann unter /tftpboot/XP20/os zu finden sein sollte. Sieht ein wenig doppelt gemoppelt aus, hat aber dann so funktioniert.


    Wie es weitergeht, hängt von der Konfiguration ab. Entweder holt sich das X-Terminal alle Dateien via tftp (einfach zu konfigurieren) oder ab dem Zeitpunkt, wo es genug Informationen zusammen hat, einen NFS-mount durchzufuehren, via NFS (ist schneller, dazu muessen aber die notwendigen Verzeichnisse vom Host exportiert werden).


    Wenn das X-Terminal sauber starten konnte, (X11-Oberflaeche wurde gestartet), kommt dann erst Teil (2), die Konfiguration, wie man sich mit einem Host verbindet bzw. welcher Host einen XDM für das X-Terminal startet.

    -- Klaus

  • Auf so konkrete Anweisungen doch eine konkrete Frage:

    Ich hab auf WinXP einen TFTP Server gestartet und vom XT die Datei os.350 ins XT geladen. S. Screenshoot.




    An dieser Stelle der Fortschrittsanzeige pieps das XT ein paar Mal, die LEDs auf der Tastatur blinken und es geht nichts mehr.

    Der TFTP Server meldet dann einen Timeout, also ist der Filetransfer nicht bis zum Ende gelaufen.


    Was passt nicht? Ist die Datei richtig?

    Eine weitere Datei scheint vom XT nicht angefordert worden zu sein.


    Hast du eine Ahnung warum es hier nicht weiter geht?


    +++ Florian

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    (aus: IBM BIOS Source Listing)

  • oh, das kann ich Dir jetzt gar nicht sagen, da ich von den Dateien gebootet hatte, die das Install-Script nach /tftpboot kopiert hatte. ob os.350 die richtige os-Datei ist, kann ich nicht so sagen. Zumindestens meine ich mich noch zu erinnern, dass unter /tftpboot noch eine Konfigurationsdatei lag, die als nächstes geladen wurde (XP20.cfg AFAIK). Vielleicht versucht er die zu laden, findet sie aber nicht.


    Hast Du keinen UNIX-Rechner, auf dem Du das installieren kannst?


    -- Klaus

  • Mein Lese-Experience von letzter Woche besagt: Das File ist das Falsche ! Es wird ein os.10 benötigt und das muß man so auch noch in die NVRAM Einstellungen des Terminals eintragen ( es ging ja gerade darum, daß dieses os.10 und sein rundherum nicht mehr auf den aktuellen Ausgaben der NCBridge oder XPressWare zu finden war)

  • Ich habe das os.350, os.330 und auch os.10 ausprobiert. Es war immer das gleiche Ergebnis. Auch alle os-tr.*


    Der Filetransfer der os.* Dateien scheint ja nicht beendet worden sein (Timeout Meldung des TFTP-Servers).

    Auch wurde keine weitere Datei im TFTP Server angefragt.


    Das mit dem Windows Rechner hat sich erstmal wegen der BNC-Netztwerkkarte so ergeben, auch das "mal eben" installieren des TFTP.

    Das Installieren eines Linux Rechners waere jetzt meine naechste Aktion. Auch weil das INSTALL aus den genannten Archiven fuer *Unix ist.


    ThoralfAsmussen Du hast doch selber den Link zu computergraphicsmuseum.org gepostet. Da sind genug os.10 drin.

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  • Wie gesagt, os.10 hatte das gleiche Verhalten.


    Aber vielleicht liegt das Problem ganz woanders.

    Ich denke ohne eine anstaendige *Unix Installation, auf der die Pakete mal richtig installiert werden, macht das keinen Sinn. Und das braucht eben etwas Zeit.

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  • Ich habe das os.350, os.330 und auch os.10 ausprobiert. Es war immer das gleiche Ergebnis. Auch alle os-tr.*

    Hast Du mal die os-Datei aus dem Archiv ausprobiert, was ich oben gepostet hatte?


    Die einzelnen part*-Dateien, die Du nach dem entpacken des ZIP-Archivs siehst, sind ihrerseits tar-Archive (ausser part21). Wenn Du die direkt mit XP lesen willst, benenne sie mal um (mit Dateiendung ".tar") und schaue in part2 rein. da ist im Unterverzeichnis XP20 die os-Datei fuer das XP23.


    Falls XP noch keine tar-Archive lesen kann, besorge Dir mal GNU-tar fuer DOS. Mit dem Kommando tar xvf part02 kannst Du z.B. das 2. Archiv auspacken.


    (Der Grund, warum das alles in einzelnen Archiven ist, liegt einfach darin begruendet, dass auf den damals ueblichen verschiedenen UNIX-Derivaten die Dateien an unterschiedlichen Stellen extrahiert werden muessen. )


    -- Klaus

  • Hurra!


    Ich hab' noch eine neuere Version der SW gefunden. Diese habe ich mal nach /tftpboot/tekxp installiert und dir das Verzeichnis dann mal in ein ZIP-Archiv gepackt. Damit müsstest Du besser zurechtkommen.


    Also:

    1. Das ZIP-Archiv im Verzeichnis /tftpboot extrahieren, dann hast Du drunter ein neues Verzeichnis Namens tekxp
    2. Versuche dann mal die Datei /tftpboot/tekxp/boot/os.10 zu laden.
    3. Wenn das nicht klappt, weil der Pfadname zu lang ist, kopiere die Datei os.10 direkt in das Verzeichnis /tftpboot und lade diese Datei
    4. Die Datei /tftpboot/tekxp/boot/config/xp.cnf in das Verzeichnis kopieren, wo die os.10 Datei liegt, die Du booten konntest, und auf Deine Bedürfnisse hin die Konfigurationsparameter darin setzen. Zum Testen, das X-Terminal neu booten.

    -- Klaus