CPT 9000 WOrd Processor

  • Hi !


    Habe heute einen CPT 9000 - "Rechner" bekommen - das ist ein System auf 286 ér - Basis und DOS 3.3, welches aber wohl speziell für Textverarbeitung konzipiert wurde und im Original an einen "hochkant"-Monitor und eine spezielle Tastatur angeschlossen wurde ... Blöderweise hab ich nur die Maschine ohne Monitor und Tastatur ...

    Kennt jeman das System ? Ich hab zumindest ne Art Handbuch gefunden : http://www.computer-museum.net…tallationInstructions.pdf

    Das System hat eine Art ISA-Backplane mit drei Steckkarten, 1 x für CPU, vermutlich RAM und ein paar Schnittstellen, ein Controller für die Festplatte (MFM oder RLL) und einen dritte Karte für den Anschluss des Monitors ... Der hat zwei Buchsen, eine mit neun, einen mit fünfzehn Löchern - aber beide zweireihig ... Selbst wenn das ein Standard wie MDA, CGA oder EGA sein sollte (wäre das bei einem Hochkant-Monitor überhaupt möglich ? ), hab ich dafür leider keinen passenden Monitor ... Kann man das riskieren, da ne ISA-VGA-Karte einzustecken und das Gerät mal zu starten ?



    MfG


    Cartouce

  • Hmm - irgendwie ist die Antwort, die ich am anderen Rechner geschrieben habe, wohl nicht gespeichert worden ... Ist aber inzwischen auch hinfällig ;)

    Der Praxistest ist leider fehlgeschlagen ... Nach dem einschalten hört man erstmal gar nix - kein Netzteillüfter, keine Festplattengeräusche - ich hab schon gedacht, das Ding ist tot ... Nach einigen langen Sekunden springen dann doch die beiden Diskettenlaufwerke nacheinander kurz an und wollen vermutlich booten - da hatte ich aber gerade nix passendes da ... Allerdings läuft nach wie vor der Netzteillüfter und auch die Festplatte wohl nicht ...

    Nen Monitor hatte ich angeschlossen - wobei ich nicht weiss, ob das überhaupt funktionieren kann - da ich nicht weiss, ob ich MDA, CGA oder EGA brauche - und auch nicht weiss, ob was kaputt gehen kann, wenn der "falsche" Monitor angeschlossen ist ... (man, was ich alles nicht weiss - das reicht auch für drei :fp:)

    Lieber wär´s mir, wenn ich zumindest für weitere Tests ne VGA-Karte einbauen könnte ...

    Wegen dem Nichtanlaufen des Lüfters und der Festplatte - ich les hier im Forum sehr oft "Spannungen prüfen" - das ist vermutlich auch hier ratsam ?


    Cartouce

  • Ich war mal "suchen"


    https://en.wikipedia.org/wiki/CPT_Corporation

    https://commons.wikimedia.org/…d_processing_5185A65A.png


    https://collections.museumvictoria.com.au/items/381353


    https://www.computerwoche.de/a…uen-phoenix-mikro,1164906


    http://www.binarydinosaurs.co.uk/Museum/cpt/index.php


    Beantwortet keine Fragen, aber regt vielleicht zum Weitersuchen an.

    Neue Fragen die sich da ergeben - ist das Phoenix System das gleiche wie die CPT 9000 ?

    Hast Du ein passendes Netzteil zum Gerät ?

    Findet man evtl. deutsche Texte, etwa in alten Fachzeitschriften zu Bürokommunikation, unter dem Namen des deutschen Vertriebs ?


    In Stuttgart hat man einen Vorgänger davon und weiß evtl. auch noch mehr zur Baureihe.

  • Hi !


    Danke für die Links - einige davon hatte ich zwar gesehen, aber nicht alle ...

    Wegen dem Phoenix-System : Das sieht zwar tatsächlich dem Bild in der Anzeige sehr ähnlich, aber wenn man einzelne Tasten auf den Tastaturen vergleicht, gibt´s da wohl doch Unterschiede im Layout ... Blöderweise fehlt mir ja gerade die Tastatur und der Monitor ...


    Die Webseite mit dem Bild des Netzteils - das dort abgebildete Gerät ist nicht das, was ich hab - meins ist ein Tower ist sieht tatsächlich so aus wie in dem von mir verlinkten PDF auf Seite vier ...


    MfG


    Cartouce

  • Der Tower sieht aber wirklich schon aus wie ein "ordinärer" PC.

    Vielleicht findet sich ja auf der Grafikkarte noch eine schöne Bezeichnung, die man mal der allgemeinen Netzsuche vorwerfen kann. Sowas wie eine ProduktID oder ein Nummerncode ? Dann steigen evtl. die Chancen eine Anschlußbelegung des Monitorausgangs zu finden.

  • Die Monitoranzeige ist komplett monochrom? Dann könnte das Videosignal auch ein solches digitales Monochrom-Signal sein (ähnlich wie Atari SM-124), evtl. auch ECL (siehe Atari Viking-Karte für Mega ST, bzw. hochauflösender Modus vom Atari TT). Zumindestens bei ECL hat man ohne das Signal zu wandeln keine Chance.


    Zum Testen würde ich einen guten TFT nehmen, z.B. einen aus der Nec Multisync 19-Zoll Reihe, da kann bei falschen Videofrequenzen kein Hochspannungsteil kaputt gehen.


    Und genau wie bei meiner Olivetti ETV Reihe kann ich wiedermal nur mit dem Kopf schütteln, das Gerät behalten sie, den speziellen Monitor werfen sie (die Vorbesitzer) weg...

  • Zum Testen würde ich einen guten TFT nehmen, z.B. einen aus der Nec Multisync 19-Zoll Reihe, da kann bei falschen Videofrequenzen kein Hochspannungsteil kaputt gehen.


    Damit wären wir wieder beim Problem der Grafikkarte - also kann ich da bedenkenlos ne ISA-VGA einbauen ?


    Cartouce

  • Das bezweifle ich. Vielleicht passt sie elektrisch und mechanisch, aber die Software läuft möglicherweise nicht drauf. Es stellt sich die Frage, wie weit das Ding überhaupt PC-Kompatibel ist, In dem Wiki-Artikel steht was von zwei Stück 80286, das wäre dann nie und nimmer PC-kompatibel...

  • So, hier mal ein paar Einblicke in das Innenleben - los gehts mit der "Grafikkarte" :


       


    Hmmm - CPT Display Processor - klingt jetzt nicht so nach nem weit verbreiteten Standard ...

    Auf der Rückseite ist noch ne separate Platine aufgesteckt - randvoll mit - ich vermute - Speicherbausteinen ...


    Und der Vollständigkeit halber : Das "CPU-Board" :


     


    Sieht jetzt für mich nicht so nach Standard aus ... :(


    Cartouce

  • Sieht jetzt für mich nicht so nach Standard aus ...

    Hm, für mich sieht das nach ner stinknormalen AT-kompatiblen Karte aus, mit Daughterboard für den Speicher. Interessant ist der Tastaturcontroller, der nicht maskenprogrammiert ist, sondern ein Löschfenster hat...

  • Nach der oben verlinkten Doku lädt das System erst mal ein normales MS-DOS, daher kann es nur eine normale PC-Basishardware sein. Der Bildschirm sollte also auch im Grundzustand erst mal was übliches emulieren. Wie das allerdings an der aussieht???


    Gruß Jörg

  • Gerade gefunden :


    https://www.ebay.com/itm/CPT-1…or-ISA-Card-/142507377058


    https://obtainsurplus.com/comp…a-card-500091617036kk17ls


    Und wenn ich mir den Anschlussstecker des Monitors auf dem einen Bild anschaue - und dann diesen Punkt aus dem Manual (den ich bisher leider übersehen hatte) :


    denk ich mal, das das ne blöde Idee war, da einen "normalen" Monitor an die neunpolige Buchse anzuschliessen ...


    Also - no risk, no fun - doch ne VGA-Karte rein ?


    Cartouce

  • Mach doch mal langsam.

    Das Gerät rennt Dir erstmal nicht weg. Du kannst bei solchem Zeug wirklich lieber dreimal Texte VORHER lesen, als was probieren. Das gilt als generelles Statement sicher für alles an Hardware vor PC Zeiten. Da kann man sich eigentlich auf nichts verlassen, was man "gewöhnt" ist. Gleiches gilt auch für Großgeräte der selteneren Art - ala Server, apollos oder z.B. SGI Indigo oder Acorn's oder SUNs mit ihren proprietären Keyboards und seltsam belegten "Standard"-Buchsen, die aber eben non-standard sind.


    Ich hätte z.B. bei der 9pol Buchse an der Grafikkarte auch getippt, daß es sich dabei um so einen digitalen Videoausgang oder sowas handelt. Daß das nun ein communications-port ist, darauf kommt man nicht wirklich. Kenne sowas eigentlich nur an alten Eizo Monitoren, die so eine ServiceBuchse hatten, wo man Spezialgerät zur Einstellung anschließen konnte, aber an der Grafikkarte selbst ... (?)



    Wenn Du's wirklich ganz eilig hast, würde ich ja empfehlen, mal die Serielle Buchse am Grundgerät zu bemühen und eine DOSdiskette zu basteln, die irgendwas macht, was man dann per seriellem Port und Nullmodemkabel "sehen" kann. Dann weißt du schonmal, ob es prinzipiell läuft.

    Evtl. findet sich ja auch ein Linux, was mit ISA Gerätschaft umgehen kann.


    VideoKarte einstecken ist halt extrem "risky" - bei abseitiger Belegung killt das dann "großflächig" irgendwas.

  • Ich würde auch vermuten, daß man seriell auch irgendwie so ein DOS direkt bedient bekommt.

    Da müssen aber mal andere was dazu sagen, welche Tools man dafür installieren muß, damit man quasi die DOS Kommandozeile remote nutzen kann ohne gleich ein ganzes Windows oder neuodisches Zeug ala RDP zu benutzen.

  • damit man quasi die DOS Kommandozeile remote nutzen kann

    Blind eintippen:

    Code
    1. mode com1:9600,n,8,1,p
    2. ctty com1

    Dann kann man mit nem Mullnodemkabel den Rechner fernsteuern.

    Natürlich kann man auch mehr oder weniger als 9600 Baud verwenden. Oder eine andere Schnittstelle als COM1. Die Zeilen müsste man halt entsprechend anpassen.